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  • Lapierre Zesty 914 – Französischer Gelände Akrobat

    Geschrieben von Wolfgang | 18. Mai 2008

    Dijon in Frankreich ist für ihre außergewöhnliche Bikeschmiede Lapierre und für ihren nicht weniger außergewöhnlichen Senf bekannt. Um so verwunderlicher ist es, dass genau Lapierre ein ausgezeichnet funktionierendes FPS2 Federungssystem über Bord wirft und in der fast gesamten Bikelinie auf ein neues Konzept setzt. OST (Optimized Suspension Technologie) heisst das Zauberwort. Was dieses System nun wirklich leistet, haben wir für euch in unserem Test herausgefunden.

    Jetzt werden sich einige Lapierre Piloten unter euch zurecht fragen: Musste das wirklich sein, ein Federungssystem wie das FPS2, welches viele Tests gewonnen hat und sich nach und nach immer größere Popularität in der Bikeszene erarbeitet hat einfach auszutauschen? Geht es nach den Entwicklern des neuen OST Systems musste es sein! Die größten Voreile sind zu einem die wesentlich bessere Leistungsfähigkeit wenn es um mehr Federweg geht und zu anderen das Ermöglichen von kleineren Rahmenherzen und die damit zusammenhängende kompaktere Bauweise des neuen Systemes.

    Genau wie das “alte” FPS2 System basiert das neue OST System auf einen Virtuellen Schwingendrehpunkt (VPP) welches dem Hinterbauwippen beim Pedalieren entgegenwirkt. Die Funktion des Systemes ist eigentlich ganz einfach erklärt: Das Hinterbau ist, wenn man am Bike sitzt, in einem Gleichgewichtspunkt. Beim Fahren erzeugt der Hinterbau eine Gegenreaktion, proportional zu jeglicher Kraft die durch Unruhe aufgrund des Pedalierens hervorgerufen wird. Genau diese Unruhe wird fast zur gänze eliminiert, ohne auf eine Plattformdämpfung oder sogar eine Lock Out Funktion am Dämpfer zu aktivieren.

    Die Detailverliebtheit der franzosen hat auch beim Zesty zugeschlagen: Feinsäuberlich verlegte Züge am Unterrohr, Hydro Forming Rohre lassen das Bike wie aus einen Stück aussehen und sogar auf einen Schaltwerkschutz wurde trotz Shimanos Shadow Technoligie gedacht: ein nettes Carbonplättchen schützt das teure Schaltwerk vor Schlägen. Aber dafür wurde auf einen vernünftig zu erreichenden Flaschenhalter verzichtet. Die Anschraubpunkte für einen solchen sind an der Unterseite (!) des Unterrohrs in nähe des Trettlagers. Da gibts Nachholbedarf für die nächste Saison. Ansonsten ist ein Trinkrucksack auf jeder Tour pflicht!

    Das Zesty wird in vier verschiedenen Varianten angeboten. Die finanzielle Spannbreite reicht von 2.099,- Euro für das Einsteiger Zesty 314 bis hin zur 4.599,- Euro teuren Zesty 914 Oberklassenwaffe. Der Rahmen besteht bei allen 4 Modellen aus Aluminium und verfügt über 140mm Federweg.

    Testbericht:

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    Fazit Testfahrer:

    Felix:
    “Das Lapierre ist ein ausgezeichnetes Touren Fully mit All Mountain Genen. Bergauf wippt der Hinterbau fast nicht. Bergab kann man es so richtig krachen lassen! Störend ist nur der schlecht zu erreichende Flaschenhalter und die Michelin Reifen welche das Tempo des Rades nicht mitfahren können”

    Rene:
    “Sehr gutes All Mountain Fully, ausreichend Federweg und gutes Handling. Mir gefällt das Zesty! Aber warum mussten die Produktmanager auf Crossmax SLR und XCR Dry Reifen setzen? Diese Parts haben eher was auf einen Cross Country Hobel verloren!”

    Thomas:
    “Der nicht optimal angebrachte Flaschenhalter stört mich nicht! Ich bin auf längeren Ausfahrten immer mit einen Trinkrucksack unterwegs. Ansonsten ist das Zesty für die “nur” 14 cm Federweg eine Maschine!”

    Facts:

    Größen: 42, 46, 50, 54 cm
    Gewicht: 11,65 kg
    Preis: 4.599,-

    www.lapierrebikes.com