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  • additive Freespeed RS+ – da hat doch noch was Platz!

    Geschrieben von Wolfgang | 22. Januar 2009

    Der Chiemgauer Fahrradhertseller “Additive” hat in der Vergangenheit nicht nur durch Auszeichnungen wie den Eurobike Award 2007 oder den Ispo Brand New Award auf sich aufmerksam gemacht, nein, jeder der sich in der Bikeszene ein wenig für Neuigkeiten interessiert, hat mit Sicherheit schon mal ein Additive Bike gesehen. Die einen lachten, andere wiederum fanden die Idee einen Koffer in ein Fahrrad zu integrieren einmalig. Wir haben uns das leichte Tourenhardtail “Freespeed Carlos” für Euch genauer angesehen.

    Folgende Situation hat wohl jeder schon mal erlebt der mit seiner Partnerin einen Wochenendausflug mit den Bike gemacht hat. Die Wörter “Schatz, packst du dir deine Sachen schon mal zusammen” lassen Frauen (böse Zungen behaupten auch manche Männer) wahrlich zu Höchstleistungen auflaufen. Da reicht ein einfacher Rucksack mit Sicherheit nicht aus. Aus Angst für irgendeine Situation nicht optimal gekleidet zu sein wird kurzerhand alles eingepackt was im Schrank liegt. Oft endet eine solcher Wochenendausflug im Streit bevor er überhaupt begonnen hat.

    Um solche Streitigkeiten zu verhindern, hatten findige Bayern eine simple Idee, die zuvor entweder noch niemand hatte oder sich einfach nicht getraut hat umzusetzen. Eine leichte Tasche in einen Rahmen zu integrieren. So findet sich Stauraum, welcher im Rahmendreieck meist ungenützt bleibt.

    Die Tasche wiegt aufgrund ihrer aufwendigen Bauweise (sie wird aus rund 20 Einzelteilen von Hand aus einem elastischen Kunststoff kombiniert mit Glasfaser- und Carbonflügel hergestellt) rund 700 Gramm. Das Fassungsvermögen liegt bei 15 Liter. Da durch die Tasche im Rahmen die klassischen Anschraubpunkte für Flaschenhalter verdeckt werden, ist ein 1 Liter fassender Trinkeinsatz genauso integriert wie ein separates Case, welches für Handy oder ähnliches auch während der Fahrt leicht zugänglich ist.

    Der Rahmen unterscheidet sich von herkömmlichen Konstruktionen durch ein geteiltes Unterrohr, welches die Antrittsteifigkeit nicht sonderlich beeinflusst. Das Gewicht des aus 7005er Aluminium gefertigten und 3fach Konifizierten Rahmen liegt bei rund 1800 Gramm. Neben der Aufnahme für eine klassische V-Brake verfügt zumindest die Freespeed Variante auch über eine IS Scheibenbremsaufnahme und einen Anschraubpunkt für eine Rennradbremse (welche in der Serienkonfiguration auch verwendet wird).

    Mit dem Taschenkonzept eröffnen die Jungs von additive einen Nischenmarkt der vom Umsatzvolumen für eine Einzelfirma nicht unerheblich sein dürfte. Ob sich Nachahmer für dieses Konzept finden bleibt vorerst noch offen. Preislich gestaltet sich das Freespeed von Einsteigermodell Freespeed S+ für rund 1.399,- Euro über das Mittelklassemodell Freespeed XS+ mit 1.999,- Euro bis hin zum Topmodell, dem Freespeed RS+ mit 2.799,- (Fulcrum Racing Laufräder 399,- Euro Aufpreis) jetzt schon mehr als konkurrenzfähig.

    Video:

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    Fazit Testfahrer:

    Felix:
    “Sehr schön und mit liebe zum Detail verarbeiteter 28″ Tourenrahmen. Durch die relativ tief montierte Tasche kann man ordentlich was einpacken ohne das Fahrverhalten zu verändern! Großes Lob an die Entwickler für ein gelungenes Tourenbike”

    Rene:
    “Oh wie sehr ich durchgeschwitzte Rückenauflagen von Rucksäcken hasse! Das additive Bike scheint die Lösung zu sein. Sehr gute Sitzgeometrie kombiniert mit ausgezeichneten Komponenten – das Freespeed Carlos ist für mich ein Kauftipp”

    Facts:

    Größen: S (45cm), M (49cm), L (51cm), XL (53cm)
    Gewicht: 8,6 kg
    Preis: 3.198,-

    www.additive-bikes.com

    Musik: “The Long Mile” – Lennart / Toni Jo Henry bei iTunes